Versicherungen für Azubis: Welche sind wirklich wichtig?

Versicherungen für Azubis: Welche sind wirklich wichtig?

Mit Beginn der Berufstätigkeit stellt sich für viele junge Menschen die Frage, welche Versicherung sie benötigen. Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass ein Auszubildender nicht jede auf dem Markt angebotene Versicherung braucht. So kann ein Auszubildender in der Regel zum Beispiel auf den Abschluss einer Rechtschutzversicherung verzichten.

Gerade unter der Berücksichtigung des oft sehr knappen Budgets eines Auszubildenden empfiehlt es sich, nur die notwendigsten Versicherungen abzuschließen. Hierzu zählen:

–                     die Krankenversicherung

–                     die Berufsunfähigkeitsversicherung

–                     die Unfallversicherung

–                     die Altersvorsorge

–                     die Hausratversicherung

–                     die Haftpflichtversicherung

Bei den verschiedenen Versicherungen ist zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Versicherung zu unterscheiden. Dabei gilt zu beachten, dass die gesetzlichen Versicherungen, für die in der Regel eine Versicherungspflicht besteht, in den meisten Fällen nur einen Mindestversicherungsschutz bieten. Aufgrund dieser Tatsache empfiehlt es sich, dass man sich zusätzlich zu der gesetzlichen Versicherung privat absichert.

Für die private Absicherung bietet sich zum Beispiel im Bereich Leben der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung, einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer Unfallversicherung an. Der Abschluss einer privaten Hinterbliebenenversicherung ist für einen Auszubildenden in den meisten Fällen nicht notwendig, da er im Regelfall noch keine Kinder und Ehegatten zu versorgen haben.

Im Bereich der Sachversicherung sind die private Hausrat- und die private Haftpflichtversicherung, die im Schadensfall den eignen Schaden bzw. den Schaden eines Dritten ersetzen, von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund sollten alle Auszubildenden, die nicht mehr über die Eltern mitversichert sind, eine solche Versicherung besitzen.

Die Kosten für eine private Versicherung können sich von Gesellschaft zu Gesellschaft zu Gesellschaft unterscheiden. Sie sind von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel der Versicherungssumme und dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers abhängig. Die Beiträge für die einzelnen Versicherungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Aus diesem Grund ist die Durchführung eines Vergleichs sinnvoll.

Im Rahmen eines Angebotsvergleichs sollte ein Auszubildender speziell nach Angeboten für junge Leute fragen. Viele Versicherungsgesellschaften bieten nämlich jungen Menschen private Versicherungen zu besonders günstigen Konditionen an.

Trotz der zum Teil sehr günstigen Konditionen fällt es vielen Auszubildenden schwer, mit ihrem Geld auszukommen und zusätzlich Beiträge für eine Versicherung zu zahlen. Deshalb gibt es viele junge Menschen, die auf eine solche Versicherung verzichten. Dieser Verzicht kann im Schadensfall sehr schwerwiegende Auswirkungen haben. Bei großen Schäden, die in die Millionenhöhe gehen, ist es sogar denkbar, dass sich ein Mensch ohne einen Versicherungsschutz für den Rest seines Lebens verschuldet.

Um eine Verschuldung zum Beispiel aufgrund von Regressansprüchen zu verhindern, sollte man stets umfassend abgesichert sein und schauen, ob man die Beiträge für die Versicherung durch anderweitige Einsparungen oder zum Beispiel durch die Aufnahme eines Nebenjobs aufbringen kann.

In der Schweiz gibt es viele Nebenjobs, die für Auszubildende geeignet sind und auch gut bezahlt werden. Aus diesem Grund sollten sich Auszubildende mit einem knappen Budget gezielt nach einem Nebenjob umsehen, da sie durch dieses zusätzliche Einkommen nicht nur die Beiträge für die privaten Versicherungen aufbringen, sondern sich auch das eine oder andere Extra mehr leisten können.