Was ist eine Rechtsschutzversicherung ?

Rechtsschutzversicherungen gibt es noch nicht so lange. Zwar existierten bereits im Mittelalter Vorläufer in Form genossenschaftlicher Rechtsverfolgung durch Gilden und Zünfte aber was man heute unter einer Rechtsschutzversicherung versteht ,  gibt es erst seit etwa 1945. Eine Rechtsschutzversicherung hilft, vor Gericht Recht zu bekommen. Recht zu haben genügt meistens nicht.

In welchen Fällen tritt eine Rechtschutzversicherung ein ?

Voraussetzung für den Eintrittspflicht der Rechtsschutzversicherung ist immer das Vorliegen eines Rechtsschutzfalles. Darunter versteht man , ob der Versicherte tatsächlich gegen Rechtspflichten verstoßen hat oder ob nur ein Behauptung eines Verstoßes gegen Rechtspflichten vorliegt. Die vorbeugende Rechtsberatung ist aus diesem Grund noch nicht von der Versicherung abgedeckt.

Außerdem prüft der Versicherer, ob die Angelegenheit genügend Aussicht auf Erfolg hat und ob der Versicherte sich nicht schuldhaft verhalten hat.

Kosten einer Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung ist meistens modular aufgebaut. Der Kunde kann also auswählen, ob er ein Paket, das alle Leistungsarten abdeckt, auswählt, oder sich auf Versicherungsschutz nur für bestimmte Gebiete beschränkt, wie z. B. auf den Verkehrs-Rechtsschutz, den Arbeits-Rechtsschutz oder den Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz. So ist beispielsweise für ein Versicherungsnehmer, der viele Kilometer mit dem Auto zurücklegt, eine Verkehrsrechtschutz sinnvoll. Welche Risiken die Versicherung genau abdeckt  ist der Versicherungspolice zu entnehmen. Ob man ein Komplettpaket oder nur einen einzelnen Bereich versichert ist eine Kostenfrage. Ein Rechtsschutzversicherung Vergleich hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.

Meistens wird eine Selbstbeteiligungen vereinbart; übliche Werte sind 150 bis 250 € je Rechtsschutzfall. Durch eine Selbstbeteiligung werden die Versicherungsprämien natürlich niedriger. Auch im Fall der Selbstbeteiligung ist Rechtsschutzversicherung online vergleichen ein probates Mittel zur Entscheidungsfindung für den besten Anbieter.

Welche Kosten übernimmt eine Rechtsschutzversicherung ?

Die Versicherungen übernehmen die Kosten für die Anwaltsgebühren des Rechtsanwaltes,  Zeugengelder und Sachverständigenhonorare, Gerichtskosten und  die Kosten des Gegners, sofern das Gericht entscheidet, dass der Versicherungsnehmer diese übernehmen muss. Diese Kosten werden nur bis zum Erreichen der vereinbarten Deckungssumme erstattet.

Auch Strafkautionen bis zu 50.000 €  werden öfters übernommen, um den Versicherungsnehmer vor einer Bestrafung zu schützen. Nicht übernommen werden Geldstrafen und Bußgelder.