Anlegen wie die Großen


Anlegen wie die Großen

In einer Zeit, in der die Anzahl der in Anspruch genommenen Kredite immer weiter steigt, mag es schwer fallen, zu glauben, dass viele Deutsche über vergleichsweise hohe Summen an Geld verfügen.

Würde das komplette Vermögen im Land zusammengerechnet werden, würde der Taschenrechner eine Summe von circa 5.68 Billionen Euro anzeigen. Auf alle Bürger heruntergerechnet bedeutet dies, dass jeder Bundesbürger in der Zeit zwischen Kindheit und Rentenalter über einen Geldbetrag von rund 70.000 Euro verfügt. Wohlgemerkt: Immobilienvermögen und Ansprüche an die Rentenversicherung sind hier nicht eingerechnet.

Glas mit Münzen, aus dem eine Pflanze wächst

Wer Geld anlegt, möchte in der Regel auch das ein oder andere Extra genießen. Doch welche Anlageformen sind eigentlich besonders lukrativ? Bildquelle: amenic181 – 771873784 / Shutterstock.de

 

Doch wohin mit dem Geld, das gerade nicht ausgegeben werden soll? Die Suche nach effizienten Anlagemöglichkeiten ist aktueller denn je. Doch was ist in diesem Falle eigentlich besonders gewinnbringend? Der klassische Sparstrumpf hat schon lange ausgedient. Wer sein Geld verwalten und gleichzeitig gegebenenfalls für sein „Wachsen“ durch Zinsen sorgen möchte, verfügt über weitreichende Möglichkeiten.

Generell gilt natürlich, dass die „beste“ Variante immer von der persönlichen Situation der Sparer abhängig ist. Die Seite unter www.finanzen-ratgeber.org gibt unter anderem wertvolle Infos über verschiedene Spar- und Anlage-Szenarien und deren Charakteristika.

Die Anlage auf dem Festgeldkonto

Wer sich für ein klassisches Festgeldkonto entscheidet, profitiert von einer festverzinslichen Anlageoption. Hier wird der Betrag über einen längeren Zeitrahmen angelegt. Die Rendite ist gleichbleibend. Diese Methode eignet sich vor allem dann, wenn die Sparer über ein gewisses Maß an Sicherheit verfügen möchten. Sie wissen, wie hoch die Zinsen sind, die zum Ende der jeweiligen Sparlaufzeit anfallen. Hier gilt die Regel: je länger das Geld angelegt wird, umso lukrativer sind in der Regel auch besagte Zinsen. Der Nachteil: im Zuge des Festgeldkontos können die Sparer nicht spontan auf ihre Summen zugreifen. Sollte jedoch eine größere Investition erst in ein paar Jahren geplant sein, handelt es sich hierbei durchaus um eine realistische (und bodenständige) Option.

Die Schuldentilgung

Es mag sich langweilig anhören, erweist sich jedoch als besonders effektiv. Wer, egal, ob durch einen Lottogewinn oder eine Erbschaft, „von jetzt auf gleich“ über einen höheren Geldbetrag verfügen kann, sollte sich auch Gedanken über eine Rückzahlung alter Schulden machen, bevor er das Geld anlegt. Viele Finanzierungsmodelle bieten die Möglichkeit, die Laufzeit mit Hilfe von Einmalzahlungen zu verringern bzw. einen Kredit komplett abzulösen.

Das Investieren in Immobilien

Über einen langen Zeitraum hinweg galt der Kauf eines Eigenheims als DIE Lösung, wenn es darum ging, Geld auf besonders verantwortungsbewusste Weise anzulegen. Der Vorteil: wer sich in jungen Jahren ein Haus oder eine Wohnung kauft, spart im Rentenalter die Kosten für die Miete.

Dennoch wäre es falsch, zu behaupten, dass der Immobilienkauf immer und zu jeder Zeit die beste Option der Anlage darstellt. Besonders der Immobilienmarkt unterliegt kontinuierlichen Schwankungen. Oder anders: es kann sich lohnen die Preise zu beobachten und auf einen günstigen Zeitpunkt für den Kauf zu warten. Nicht selten können so mehrere tausend Euro gespart werden.

Eine weitere Alternative ist es zudem, nicht gleich eine komplette Wohnung oder ein ganzes Haus zu kaufen, sondern stattdessen in offene Immobilienfonds zu investieren. Der Nachteil: die Miethöhe und die Preise für die jeweiligen Projekte unterliegen ebenfalls wieder Schwankungen, so dass eine akribische Planung der finanziellen Zukunft in dieser Hinsicht erschwert wird.

Das Investment in Rentenfonds

Wer sich für das Investment in Rentenfonds entscheidet, unterstützt mit seinem Geld unter anderem festverzinsliche Wertpapiere. Eine ideale Lösung also für alle, denen Aktienfonds ein wenig zu risikoreich sind. Der Nachteil: Rentenfonds bieten zwar ein wenig mehr Sicherheit, in der Regel jedoch auch weniger Gewinn.

Mischfonds als Alternative

Bei Mischfonds handelt es sich um einen Mix aus Renten- und Aktienfonds. Diese Variante läuft unter dem Stichwort der klassischen Risikostreuung. Das Investment passt sich in diesem Falle an die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen an und ist im Wesentlichen von der Situation an der Börse abhängig.

Der Gang zur Börse – das Vermögen in Aktien anlegen

Nach wir vor gilt: auf der Basis eines Aktieninvestments ist es möglich, viel Geld zu verdienen. Doch Vorsicht! Je nach Entwicklung des Marktes ist es auch durchaus denkbar, dass ein Vermögen „verspekuliert“ wird. Wer hier ein wenig vorsichtiger agieren möchte, legt langfristig an. Dennoch: die berühmte „Nummer Sicher“ gibt es an der Börse nicht. Ein klarer Vorteil der Aktienanlage ist es, dass Einzelpersonen aus dem privaten Bereich schon mit vergleichsweise geringen Summen einsteigen können.

Dennoch: immer damit zu rechnen, dass sich hier auf lange Sicht eine positive Entwicklung abzeichnet, wäre falsch. Stattdessen ist es sinnvoll, sich über positive Entwicklungen zwar zu freuen, das Geld, das in Aktien angelegt wurde, jedoch auf keinen Fall schon im Vorfeld zu verplanen. Menschen mit einem Hang zum Risiko und einer gesunden „Zockerleidenschaft“ dürften an der Börse jedoch voll auf ihre Kosten kommen.

Übrigens: seit einiger Zeit scheint es auch mehr und mehr zum Trend zu werden, in Kryptowährungen zu investieren. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass es hier (noch) an Erfahrungswerten fehlt, raten viele Experten jedoch zur Vorsicht.