Anlagemöglichkeiten für Jugendliche und Kinder

Jetzt schon an morgen denken – Anlagemöglichkeiten für den Nachwuchs

Zur Geburt und Taufe war es im 20. Jahrhundert üblich, ein Sparbuch einzurichten.  Für Oma, Opa und die anderen Verwandten war dies eine sehr einfache Variante, ihrem Enkel, Neffen oder Nichte etwas Gutes zu tun. Doch seitdem ein Sparbuch kaum noch Zinsen abwirft, ist Umdenken angesagt. Welche Anlagevarianten sind für den Nachwuchs heutzutage wirklich sinnvoll?

Banksparplan statt Sparbuch

Sparbuch war gestern, Banksparplan ist heute. Ein Banksparplan, der eine steigende Verzinsung verspricht macht weitaus mehr Sinn als die Mini-Zinsen eines Sparbuchs. Auch Banksparpläne, bei denen am Ende der Laufzeit zur Sparsumme und den Zinsen ein Bonus angeboten wird, können sich durchaus lohnen. Darf es etwas risikoreicher sein, kann man auch an einen Fondssparplan denken. Hier sollte auf breit streuende Aktienfonds oder Exchange Traded Funds (ETFs) zurückgegriffen werden.

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Keine Empfehlung für Ausbildungsversicherung

Eltern haben mittlerweile auch die Möglichkeit, eine so genannte Ausbildungsversicherung für ihren Sprössling abzuschließen. Dabei handelt es sich um eine kapitalbildende Lebensversicherung. Diese sichert einerseits die finanziellen Folgen ab, die aus dem Tod der Eltern oder Großeltern resultieren können.  Sprüche zum 30. Geburtstag kommen für eine Ausbildungsversicherung eigentlich zu spät.Je nach Vereinbarung kommt es auch zur Absicherung eines Unfall- oder Invaliditätsrisikos. Gleichzeitig ist die Ausbildungsversicherung auch eine Geldanlage für das Kind. Verbraucherschützer sehen dies jedoch nicht als beste Geldanlage an. Zum Einen werden mögliche Risiken nicht bedarfsgerecht abgesichert. Auf der anderen Seite ist es schwer, einen Preis-Leistungs-Vergleich bei den einzelnen Vertragsbestandteilen durchzuführen. Ganz zu schweigen von den hohen Provisionen und Verwaltungskosten, die in diesem Bereich durchaus üblich sind.

Daumen hoch für Risikolebensversicherung

Stiftung Warentest und Verbraucherzentralen sind sich bei einem Produkt jedoch einig: Die Risikolebensversicherung ist ein Anlageprodukt, mit dem Eltern absolut nichts falsch machen können. Soll zudem Geld für die Ausbildung angelegt werden, seien Sparpläne mit Laufzeiten zwischen 4 und 18 Jahren eine gute Entscheidung.

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Für welche Sparvariante Sie sich auch entscheiden, stellen Sie sich im Vorfeld diese vier Fragen:

  1. Für welchen Zweck soll gespart werden?
  2. Wie lange soll gespart werden?
  3. Soll ein Einmalbetrag angelegt werden oder eine monatliche Summe?
  4. Wie risikoreich soll die Geldanlage sein?