Wertgegenstände sicher aufbewahren

So können Sie Ihre Wertgegenstände sicher aufbewahren

Immer mehr deutsche Sparer legen ihr Vermögen in Schmuck, Goldbarren (mehr dazu lesen Sie beispielsweise in meinem Beitrag  Gold als Wertanlage, Bargeld oder Wertpapieren an. Im eigenen Haus sind die Wertgegenstände aber nicht immer unbedingt sicher genug aufgehoben. Die Zahl der Einbrüche ist hierzulande innerhalb der letzten Jahre um 35 Prozent gestiegen und geübte Einbrecher finden nahezu jedes Versteck. Wie also können Sie Ihr Geld und Ihre Wertsachen am sichersten aufbewahren?

Schließfächer

Sie haben die Möglichkeit, für die Lagerung von Geld und teuren Wertgegenständen auf ein externes Bankenschließfach zurückzugreifen. Hierfür fallen allerdings regelmäßig Gebühren an –  je nach Größe kostet Sie ein Schließfach pro Jahr etwa 30 Euro.

© Inked Pixels / shutterstock.com

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Sie sollten allerdings beachten, dass der Inhalt Ihres Bankschließfachs nicht automatisch versichert ist. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest für die Zeitschrift „Finanztest“ aus dem Jahr 2015 ergab, dass von insgesamt 38 untersuchten Anbietern 9 keine geeignete Police im Angebot hatten. Den kompletten Artikel dazu können Sie hier finden. Deshalb sollten Sie darüber nachdenken, für die Wertgegenstände in Ihrem Schließfach eine zusätzliche Versicherung abschließen. Idealerweise haftet diese nicht nur bei Diebstahl, sondern auch bei Elementar-Schäden durch Feuer oder Wasser.

Wenn Sie sich ein Schließfach anschaffen, können Sie sich als Eigentümer zwar in der Regel sicher sein, dass ihre persönlichen Schätze darin sicher verwahrt sind, jedoch greifen trotzdem immer weniger Menschen auf Schließfächer zurück, weil sie das Vertrauen in die Banken aufgrund finanzieller Krisen verloren haben. Ihnen ist bewusst, dass ihnen der Zugriff auf ihre Wertgegenstände verweigert werden könnte, wenn die Gefahr einer Krise oder Pleite besteht. Aus diesem Grund möchten immer mehr Menschen ihre Besitztümer lieber anders lagern.

Tresore

Eine der sichersten Varianten für das Aufbewahren von höheren Bargeldsummen und teuren Wertgegenständen ist ein Tresor. Den gibt es zum Beispiel hier in unterschiedlichen Größen und Ausführungen und in verschiedenen Sicherheitsstufen.

  1. a) Sicherheitsstufe

Da Tresore den Eindruck einer reichen Beute erwecken, können sie sehr einladend auf Diebe wirken. Damit sie nicht einfach aufgebrochen werden können, sollten sie über eine hohe Sicherheitsstufe verfügen. Welche Stufe die richtige für Sie ist, hängt von der Höhe der Summe ab, die Sie darin verwahren. Sollten Sie Ihr Geld versichert haben, lesen Sie am besten im Vertrag nach, welche Sicherheitsstufe vorgeschrieben ist. Am gängigsten ist die Sicherheitsstufe B, durch die Summen zwischen 40.000 und 80.000 Euro versichert sind.

b) Ausführung

  • Ein freistehender Tresor ist für den Hausgebrauch eher ungeeignet und wird meist für gewerbliche Zwecke genutzt. Da er mindestens 200 Kilogramm wiegen sollte, damit Diebe ihn nicht einfach wegtragen können, ist er für normale Verbraucher zu sperrig.

 

  • Ein Wandtresor ist besser für Hausbesitzer geeignet. Um ihn zu installieren, benötigt man jedoch ein großes Loch in der Wand. Da ein solches Modell in der Regel einen halben Meter hoch und breit ist, kann es also nicht in jeder Mietwohnung eingebaut werden, weil die Wände dafür oft zu dünn sind.

 

  • Ein Möbeltresor eignet sich am besten, um Geld und Wertgegenstände in einer Mietwohnung sicher einzuschließen. Er zeichnet sich durch einen unkomplizierten Einbau aus und wird oft in die Ecke des Kleiderschranks geschraubt.

 

  1. c) Schließmechanismus

Sie haben außerdem die Möglichkeit, sich für einen Tresor mit Schloss und Schlüssel, oder mit einer Zahlenkombination zu entscheiden. Varianten mit Schlüssel sind am unsichersten, da man sie relativ leicht knacken kann. Hinzu kommt, dass Sie auch den Schlüssel an einem sicheren Ort aufbewahren müssen. Zahlencodes sind hingegen am sichersten, da kein Risiko besteht, den Schlüssel gegebenenfalls zu verlieren.