Geld anlegen in Gold


Sollte man Geld in Gold anlegen ?

Besonders unerfahrene Anleger sind seit der Finanzkrise verunsichert. Das Vertrauen in den Markt hat gelitten, und die Risikobereitschaft bei der Kapitalanlage ist gesunken. Anstatt in Aktien oder andere Spekulationsobjekte zu investieren, die oft abstrakt wirken und deren Kursverlauf als eher willkürlich und schwer vorherzusagen gilt (zumindest für diejenigen, die die Börse nur oberflächlich verfolgen), sehnen sich Anleger nach einer einfachen, greifbaren und krisensicheren Form der Investition.

Aus diesem Grund ist Gold als Wertanlage im Moment wieder im Kommen. Denn hier sind Anleger sicher, dass sie Ihr Kapital niemals komplett verlieren können, da das gelbe Edelmetall als extrem wertbeständig gilt. Aber ist es wirklich sinnvoll, sein Geld darin anzulegen?

Das spricht für Gold als Wertanlage

In punkto Wertbeständigkeit ist Gold allen anderen Spekulationsobjekten tatsächlich weit überlegen. Das liegt daran, dass es einen intrinsischen Wert hat, dieser sich also daraus ergibt, dass es eben Gold ist. So entspricht der Nennwert immer auch dem Materialwert. Bei Währungen ist das anders. Deren Nennwert wird von außen festgelegt, ist also extrinsisch, und kann im Fall einer starken Inflation merklich sinken oder sogar völlig verschwinden. Auch der Goldpreis unterliegt Schwankungen, auf lange Sicht gesehen bleibt er aber stabil. Sogar auf sehr lange Sicht: Im alten Rom konnte man für eine Unze Gold eine Toga kaufen, und heute bekommt man dafür einen Anzug. Seine Kaufkraft über einen solch langen Zeitraum konstant zu halten hat kein anderes Material geschafft.

Wie oben angesprochen wünschen sich viele Anleger eine einfach nachzuvollziehende Wertanlage. Mit Gold bekommen sie die auf jeden Fall. Anstatt die verschiedensten Kursverläufe ständig zu beobachten, um den perfekten Moment für einen Verkauf abzupassen, muss man lediglich den Goldpreis im Auge behalten. Kauft man physisches Gold, wird die Investition zudem im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Argumente gegen Gold

Es gibt allerdings auch einige Dinge, die gegen Gold als Wertanlage sprechen. Eines sind die Aufschläge, die man für jeden Kaufvorgang zahlen muss. Dadurch wird es teurer, zwei Barren zu je 500 Gramm zu kaufen, als einen, der ein Kilo wiegt. Die Folge: Gold lohnt sich eigentlich nur in großen Stückelungen, die entsprechend teuer sind. Man braucht also eine nicht unerhebliche Menge an Startkapital, damit sich diese Anlageform überhaupt anbietet.

Am Markt wird das gelbe Edelmetall außerdem nicht in Euro, sondern in Dollar gehandelt. So kann es vorkommen, dass der Goldpreis zwar steigt, die Währungen sich aber so zueinander entwickeln, dass man trotzdem Verlust macht.

Wer auf schnelle Gewinne aus ist, ist mit Gold ebenfalls schlecht beraten. Um sein Kapital kurzfristig zu vermehren, ist es nämlich denkbar ungeeignet. Um damit überhaupt Geld zu verdienen, muss man teilweise jahrelang warten, und wie gesagt: Selbst bei einem steigenden Goldpreis ist man auch von zusätzlichen Faktoren abhängig.

Fazit

Es ist durchaus sinnvoll, in Gold zu investieren. Allerdings sollte man nicht mehr als 20% seines Anlagevermögens dafür verwenden und keine schnellen Gewinne erwartet. Es eignet sich vielmehr als Altersvorsorge oder Sicherheitspuffer im Portfolio. Denn seinen Wert verlieren wird es auf keinen Fall.

Mehr zur Geldanlage in Gold und den verschiedenen Möglichkeiten, die man dabei außer physischem Gold noch hat, gibt es in diesem praktischen und interessanten Ratgeber.